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Abzeichen

Abzeichen (Zeichen, Symbole) begegnen uns von jeher in vielfacher Weise. Es gibt sie in Stein gemeißelt, auf Kupfer emailliert, auf Stoff gestickt und auf Papier gedruckt. Nicht zu vergessen das weite Fachgebiet der Heraldik (Wappenkunde). Ein Zeichen zeigt an, zu wem sich der Träger bekennt oder wem eine Sache gehört.
In der Jungschar haben wir es vor allem mit zwei Abzeichen zu tun :

Ankerkreuz
CVJM-Dreieck

In unserer Jungschar darf derjenige die beiden Zeichen auf dem Fahrtenhemd tragen, der die Bedeutung der Zeichen kennt.

Die Verwendung von Abzeichen in der Jungschar ist aber nicht auf diese beiden Zeichen beschränkt. In vielen Jungscharen gibt es schöne Abzeichen zu den unterschiedlichsten Anlässen, als Aufnäher, Aufkleber, Emailleabzeichen, Buttons und vieles mehr. Es gibt sie als Preise für Wettbewerbe, als Zeichen der Treue und auch als Zeichen einer bestandenen Prüfung. Und gerade heute sind Abzeichen aller Art ja groß in Mode.

Hierzu ein Beispiel: In einigen Bereichen des CVJM-Westbundes beginnt die Schulung von Jungscharmitarbeitern bereits im Jungscharalter. Begabte ältere Jungscharler werden in ihrer Jungschar Häuptling (mitverantwortlich für eine Kleingruppe von 6 Jungscharlern). Sie werden eingeladen zu speziellen altersgemäßen Schulungswochen, den Häuptlingsfreizeiten. Den Abschluss nach vier Häuptlingsfreizeiten bildet die Häuptlingsprüfung. Die Teilnehmer erhalten eine Urkunde und den heiß begehrten »silbernen Halstuchring« mit dem Eichenkreuzabzeichen. Warum ist der »silberne Halstuchring« so begehrt? Ist es wegen dem feinen Glanz? Ist es, weil man bei anderen damit Eindruck machen kann, weil man dann sieht, dass man ausgebildeter Häuptling ist? Nun macht ein schöner Halstuchring oder ein schönes Abzeichen noch keinen guten Mitarbeiter. Aber gute Mitarbeiter werden immer wieder Schulungen und Kurse besuchen.
Der »silberne Halstuchring« verpflichtet:
Wer ihn trägt, zeigt damit, dass er etwas kann und dass man von ihm etwas erwarten darf.
Wer ihn trägt, bezeugt damit, dass er seine Gaben für andere einsetzen will. Er weiß, dass er seine Gaben von Gott empfangen hat. Stolz ist da fehl am Platz. Wie wir mit den Gaben umgehen, ob und wie wir sie einsetzen und trainieren, das hängt dann mit unserem Willen und unserer Bereitschaft zum Gehorsam ab. Aber auch trainierte Gaben sind niemals ein Sockel, auf den wir uns mit Stolz stellen sollen. Die Ehre gehört Gott.
Der »silberne Halstuchring« soll ein Grund zur Freude sein. Wer ihn trägt, soll sich freuen, dass er lernen und wachsen durfte, um andern besser zu dienen.

Für die verschiedenen Wettbewerbe in unserer Jungschar gibt es Abzeichen in mehreren Farben und mit unterschiedlichen Symbolen. Wir tragen sie an einem Bändchen auf der rechten Brusttasche des Fahrtenhemdes. Am Ende des Jahres, einer Freizeit oder eines Wettbewerbes werden die Abzeichen in feierlicher Form verliehen. Es gibt Abzeichen für: regelmäßigen Jungschar-Besuch, Jungschar-Zehnkampf (Sport und Spiel), Waldlaufmeisterschaft usw.

In unseren Ritterlagern gibt es die Ordnungsmedaille für den gewonnenen Ordnungswettkampf und das Lagerzeichen (Zelt mit Kreuz und Fahnenmast) für 2-, 4-, 6- und mehrmalige Teilnahme an einem Ritterlager. Stolz tragen die Mannen, Knappen, Junker und Ritter auch ihren Button mit Namen und Burgwappen.

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Ankerkreuz

Schon die ersten Christen malten ein Geheimzeichen an die Wände ihrer Katakomben, einen Fisch. Ein Zeichen, das unserem Ankerkreuz entspricht, fand man in einer Katakombe aus dem 3. Jahrhundert in die Wand geritzt. Es war ein Kreuz mit den Ankerhaken am unteren Ende.

Unser Ankerkreuz, das »Jungscharabzeichen«, wurde 1920 von Hans Klopfer entworfen. Es will uns ein Vierfaches deutlich machen :
Das Kreuz ist eines der ältesten Symbole überhaupt. Es ist seit dem Kreuzestod Jesu Zeichen des christlichen Glaubens. Im Ankerkreuz ist es das eindeutigste und wichtigste Symbol. Die Jungschar bezieht im Bekenntnis zum Kreuz ganz klar Stellung für Jesus Christus.
Der Anker erinnert daran, dass ein Schiff gesichert ist, wenn es einen festen Grund für seinen Anker hat, einen Grund, auf den es sich verlassen kann, wenn Stürme aufkommen. Der Anker im Ankerkreuz weist auf den festen Grund hin, auf den sich die Christen verlassen: ihren Herrn Jesus Christus. Christen aber sind Menschen, die vorwärts schauen, nicht ängstlich und sorgend, sondern fröhlich und getrost. Sie wissen: Wir sind nie und nirgends allein. An jedem Tag und in alle Zukunft sind wir unter Gottes Augen und in Gottes Händen. Diese fröhliche Zuversicht nennt der Schreiber des Hebräerbriefes (6/19) einen „sicheren und festen Anker unsrer Seele“.
Der Ring gilt allgemein als Zeichen der Gemeinschaft und Verbundenheit. Er will sagen: Wir Träger dieses Zeichens gehören zusammen, keiner steht für sich allein. Wir als Jungscharler unserer Gruppe, unseres Bundes und Landes gehören zusammen. Das Wissen, mit vielen Tausenden von Jungscharlern im Namen Jesu Christi verbunden zu sein, ist eine erhebende und stärkende Sache.
Die Farbe des Ankerkreuzes ist silber oder weiß. In der Heraldik bedeuten diese Farben Reinheit, Klarheit, Wahrheit. Das gleiche gilt für unser Ankerkreuz. Die Farbe erinnert uns an Jesu Wort: „Selig sind, die reines Herzens sind.“ (Matth. 5/8) und an das Psalmgebet: „Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz!“ (Psalm 51/12)

Wir tragen das Ankerkreuzabzeichen auf der linken Brusttasche (Herzseite) unseres Fahrtenhemdes.

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Aufkleber

Neben Abzeichen aller Art sind Aufkleber eine gute und einfache Möglichkeit, sich mit einem Verein, einer Gruppe oder einer Sache zu identifizieren.
Aufkleber sind leicht herzustellen, einfach anzubringen, sind (bei größerer Stückzahl) billig in der Anschaffung und haben in der Öffentlichkeit eine große Werbewirksamkeit.
Aufkleber finden wir am Auto, auf Schulranzen und Schreibmäppchen, auf Büchern und auf Türen.
Wer durch Aufkleber für die Jungschar Werbung machen will, findet ein reichhaltiges Angebot bei F&F.
Auch die Herstellung von eigenen Aufklebern in kleiner Stückzahl ist heute kein großes Problem mehr.
Wer etwas zeichnerische begabt ist, kann seinen speziellen Aufkleber entwerfen, auf Klebefolie kopieren und anschließend ausschneiden. Und wer gar einen Computer mit einem rechtmäßig erworbenen Grafikprogramm sein eigen nennt (z. B. Corel Draw!), kann hier sogar kleine Kunstwerke entwerfen. Hiermit kann man gezielt für eine Aktion der Jungschar werben: Jeder angemeldete Lagerteilnehmer bekommt z.B. schon vor dem Lager einen Lageraufkleber.
An dieser Stelle seien auch die Buttons genannt. Manche Jungscharler tragen die bei einer Aktion ausgegebenen Buttons noch Jahre später voller Stolz. Hier können die gleichen Motive wie für den Aufkleber verwendet werden, nur etwas kleiner.
Buttonmaschinen in verschiedenen Größen und Preislagen gibt es unter anderem bei F&F oder können vielleicht auch ausgeliehen werden.

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