47. Jungschar-Waldlaufmeisterschaft
Unterwegs bei jedem Wetter zu einem der letzten großen Abenteuer für Jungscharler

In den letzten 46 Jahren fanden die Waldlaufmeisterschaften schon bei den verschiedensten Wetterkonstellationen statt. Unzählige Jungen und Mädchen ließen sich selbst von starkem Regen nicht von der Teilnahme an der Waldlaufmeisterschaft abhalten.
Was in all den Jahren auf die Aktionen verteilt war hatten wir diesmal alles an einem Tag. Während die ersten Mannschaften auf die Strecke durch den Wilgersdorfer Hauberg star-teten war die Landschaft noch von einer dünnen Schneeschicht bedeckt. Im Laufe des Vormittages wurde es dann so langsam grün und die Sonne kam durch. Zehn Minuten später fing es an zu nieseln gefolgt von blauem Himmel. Während es am Nachmittag mal kurz hagelte konnte man in der Ferne Donnergrollen vernehmen. Genauso abwechslungsreich wie das Wetter waren die Aufgaben des Waldlaufes. Doch der Reihe nach.
14 Mannschaften waren zu einem der letzten großen Abenteuer für Jungscharler angetreten. Das Einzugsgebiet der Mannschaften reichte von Köln bis Kassel und von Müsen bis Münster. Nach der Begrüßung, einem Wort auf den Weg und einer kurzen Einführung startete die erste Mannschaft. Im Takt von fünf Minuten gingen die weiteren Mannschaften auf die Strecke.
Sieben praktische Posten mussten mit Hilfe eines präparierten Kartenausschnittes gesucht und angelaufen werden. An der ersten Station mussten die deutschen Bundesländer zusammengesetzt und mit der Landesflagge bestückt werden. Am Posten Tatkunde wurden Knoten gemacht, Waldläuferzeichen gelegt, Bäume bestimmt und weitere Fragen beantwortet. Beim Bogenschießen kam es auf Geschicklichkeit und Treffsicherheit an. Spannend wurde es am Posten Feuerstelle. Unter schwierigsten Bedingungen wurden Feuer entzündet und ein einfaches Süppchen gekocht. Wenn bei optimalem Wetter das Wasser in sieben Minuten kochte dauerte es diesmal bei einigen Mannschaften eine Stunde. Fingerspitzengefühl brauchte man beim Ertasten von Autotypen, die sich in einem Beutel befanden. Das Baumstammsägen erforderte von den Teilnehmern eine gewisse Stärke und Ausdauer und beim Hörmemory mussten jeweils zwei mit gleichem Material gefüllte Filmdöschen gefunden werden.
Zwischendurch gab es noch sechs verschiedene Rätsel zu lösen. Personen aus der Zeit Martin Luthers mussten in einem großen Buchstabenkasten gefunden und Autofirmen an ihrem Logo erkannt werden. Knifflig wurde es bei der Geheimschrift und den kleinen Knobeleien. Und Kenntnisse der Bibel und des CVJM waren beim Bibelquiz und den Fragen zur Halstuchprüfung gefragt.
Alle Posten wurden von allen Mannschaften erreicht. Es gab keine Mannschaft mit großem Vorsprung; aber auch keine Mannschaft mit großem Rückstand. Um 16.36 Uhr traf die letzte Mannschaft wohlbehalten im Ziel an der Jugendbildungsstätte ein.
Während im großen Zelt hinter der Jugendbildungsstätte alle gespannt der Andacht lauschten wurde im Wettkampfbüro der Rechner mit den letzten Ergebnissen gefüttert. Dank dem Auswertungsprogramm HAJK-Plus! standen dann auch schnell die Sieger fest.

Es gab wieder zwei verschiedene Wertungen:
Den ersten Platz der Siegerländer Mannschaften belegte Altenseelbach, gefolgt von den Mannschaften Müsen 1 und Müsen 2.
Den ersten Platz der Gau-Waldlaufmeisterschaft belegte, wie schon 1975, Emmerzhausen und verwies damit die Mannschaften Daaden 1 und Breitenbach auf die Plätze zwei und drei.
Die Goldmedaillen der Gesamtwertung gingen an die Mannschaft Emmerzhausen, Silber an Daaden 1 und Bronze an Altenseelbach.

Wir sind Gott dankbar für sein Wort, das doch relativ gute Wetter und die Bewahrung vor Unfall und Gefahr.
Auch den Mitarbeitenden gilt ein dickes Dankeschön für eine schöne Veranstaltung.

So Gott will und wir leben finden die nächsten Waldlaufmeisterschaften am 09. Mai 2020 statt.